Tuften-Weben-Knüpfen Techniken zur Herstellung von Teppichen

Eigentlich weiß kaum mehr jemand über die Herstellungstechniken von Teppichen Bescheid, weil die Berufe in der Teppichindustrie fast ausgestorben sind. Es gibt ja kaum noch Webereien…alles wird im fernen Ausland produziert!

Getuftet
Tuften bezeichnet eine Technik zur Herstellung dreidimensionaler Textilien (engl. to tuft = mit Büscheln verzieren), die aufwendige Muster ermöglicht: Nadeln bringen das sogenannte Pol- oder Florgarn in ein Grundgewebe ein. Bevor die Nadeln zurückgezogen werden, halten „Greifer“ das Garn fest, sodass Schlaufen entstehen. Werden diese aufgeschnitten, erhält man einen „Schnittflor“. Bei handgetufteten Teppichen wird das Florgarn mit einer elektrisch oder manuell betriebenen Garnpistole von Hand eingefädelt.

Gewebt
Auch auf Webteppichen finden sich komplizierte Muster in vielen Farben. Gewebt wurde der Teppich anfangs nur per Hand, später mit einem mechanischen Webstuhl und ab dem Zeitalter der Industrialisierung maschinell. Bekannteste Vertreter der Webteppiche sind die Orient-Teppiche mit ihren kunstvollen Motiven.

Geknüpft
Knüpfen ist die älteste Methode, einen Teppich herzustellen. Da die einzelnen Garne von Hand verknotet werden, können sie besonders eng nebeneinander liegen. Die hohe Dichte der Fäden macht den Teppich sehr weich und schmutzabweisend, die feine Technik ist auch ideal für aufwändige Muster im Teppich.