Sisalgewebe

Die Verarbeitung der Sisalfaser

Das Verspinnen der Sisalfasern erfolgt heute meistens dort, wo auch gefärbt und gewebt wird.

Garn- Qualitäten

Qualitäskontrolle des Rohmaterials

Qualitätskontrolle des Rohmaterials

 

Die Klassifizierung der gewonnenen Sisalfasern basiert auf Merkmalen wie Farbe, Rauheit oder Länge. Die wertvollsten Fasern sind hell cremeweiß, weich, reißfest, glatt und lang.

 

 

 

Kontrolle der Sisalfasern

Kontrolle der Sisalfasern

Färben

Die Sisalfaser hat einen Olefinanteil, wodurch brillante Farben gefärbt werden können. Dies erfolgt mit guten Lichtechtheitswerten mit Säurefarbstoffen. Es werden in der Regel die Fasern gefärbt, aber auch Garnfärbung und Stückfärbung gewebter Waren ist möglich.

Verspinnen der Sisalfasern

Verspinnen von Sisalfasern

Verspinnen von Sisalfasern

Das Verspinnen der Sisalfasern erfolgt heute meistens dort, wo auch gefärbt und gewebt wird. Man verwendet grobe Spinnmaschinen, ähnlich dem 3-Zylinderspinnverfahren, wobei die Streckwerke viel gröber konstruiert sind. Das zu spinnende Faserbündel wird dem Streckwerk auf Zahnschienen zugeführt, um dann meist direkt nach dem Verstrecken mit einem zweiten Faden verzwirnt zu werden.

Für Füllstoffe in der Matratzenindustrie werden auch Vliese aus Sisalfasern hergestellt.

Weben

Sisalgarn wird auf schweren Spezialwebstühlen verwebt, die sich technisch in den Jahren kaum verändert haben. Das widerspenstige und ungleichmäßige Garn bedarf grober Litzen, schwerer Gewichte an den Platinen der Jacquardmaschinen und schwerster Schützen. Seit einigen Jahren werden auch sog. Greiferwebstühle eingesetzt, die schützenlos weben. Da relativ dicke Garne verarbeitet werden, wird die Kette vom Gatter abgewebt und nicht auf einen Kettbaum gewickelt. In Europa gibt es nur noch wenige Sisalwebereien, die meisten befinden sich in China und Indien.

Fabrikation um 1960