Archiv für den Monat: April 2016

Wie pflegt man einen Sisalteppich am besten?

Sisalteppiche bestehen aus Naturfasern und sind besonders praktisch, denn sie sind sehr robust und können daher überall im Haus eingesetzt werden. Sie haben aber auch ein Paar Eigenheiten, auf die Sie beim Frühjahrsputz achten sollten. Möchten Sie einen Sisalteppich pflegen und reinigen, sollten Sie diese Tipps beachten.

Tipps zur Pflege und Reinigung

Zur grundlegenden Pflege eines Sisalteppichs gehört es zunächst, ihn regelmäßig auszuklopfen, um ihn von oberflächlichem und grobem Schmutz zu befreien. Dabei kommt auch der tiefer liegende Staub an die Oberfläche des Teppichs und kann dann einfach mit dem Staubsauger entfernt werden. Ist ein Fleck entstanden, sollten Sie diesen sofort mit einem Tuch leicht abtupfen und danach einen Teppichreiniger ( Produkte von Jeikner) oder ein pH-neutrales Reinigungsmittel für Naturteppiche auftragen. Die besten Ergebnisse erzielt man mit Trockenpulver, das man mit einer Bürste in den Teppich massiert und dann absaugt.

Tipp: Das Reinigungsmittel massieren Sie mit einer von einem Vliestuch umwickelten Bürste ein und tupfen den gelösten Schmutz hinterher mit einem sauberen Tuch ab.

Feuchtigkeit im Sisalteppich vermeiden

Achten Sie möglichst darauf, dass der Sisalteppich nicht mit Flüssigkeit in Berührung kommt, da sie bleibende Flecken hinterlassen kann. Die Naturfasern des Teppichs sind porös. Wenn Sie Ihren Sisalteppich pflegen, benutzen Sie daher am besten nur eine weiche Bürste.

Sisalteppiche in Kaffeefarben und klassischem Fischgratmuster

Sisalteppiche in Kaffeefarben und klassischem Fischgratmuster

Tuften-Weben-Knüpfen Techniken zur Herstellung von Teppichen

Eigentlich weiß kaum mehr jemand über die Herstellungstechniken von Teppichen Bescheid, weil die Berufe in der Teppichindustrie fast ausgestorben sind. Es gibt ja kaum noch Webereien…alles wird im fernen Ausland produziert!

Getuftet
Tuften bezeichnet eine Technik zur Herstellung dreidimensionaler Textilien (engl. to tuft = mit Büscheln verzieren), die aufwendige Muster ermöglicht: Nadeln bringen das sogenannte Pol- oder Florgarn in ein Grundgewebe ein. Bevor die Nadeln zurückgezogen werden, halten „Greifer“ das Garn fest, sodass Schlaufen entstehen. Werden diese aufgeschnitten, erhält man einen „Schnittflor“. Bei handgetufteten Teppichen wird das Florgarn mit einer elektrisch oder manuell betriebenen Garnpistole von Hand eingefädelt.

Gewebt
Auch auf Webteppichen finden sich komplizierte Muster in vielen Farben. Gewebt wurde der Teppich anfangs nur per Hand, später mit einem mechanischen Webstuhl und ab dem Zeitalter der Industrialisierung maschinell. Bekannteste Vertreter der Webteppiche sind die Orient-Teppiche mit ihren kunstvollen Motiven.

Geknüpft
Knüpfen ist die älteste Methode, einen Teppich herzustellen. Da die einzelnen Garne von Hand verknotet werden, können sie besonders eng nebeneinander liegen. Die hohe Dichte der Fäden macht den Teppich sehr weich und schmutzabweisend, die feine Technik ist auch ideal für aufwändige Muster im Teppich.